Festivalzentrum und Dependancen

Vier Orte – über die Stadt verteilt, binden sie das Festival zusammen.

 

 

„Wir aber wollen über Grenzen sprechen, / und gehen auch Grenzen noch durch jedes Wort [...]“ – Ingeborg Bachmann

Im zweiten Jahr seines Bestehens ist das Performing Arts Festival so verteilt wie im ersten. An fast sechzig verschiedenen Orten zeigen Künstler*innen der Freien Szene ihre Arbeiten. Dabei bewegt sich das Festival von einem Raum in den anderen: Auf vielfachen Wunsch hin gibt es 2017 ein Festivalzentrum. In der Alten Münze, in der Mitte Berlins, findet das PAF für sechs Tage ein vorübergehendes Zuhause.

Mehr über die Alte Münze

Hier können Besucher*innen aus Berlin und der ganzen Welt vorbeikommen und sich in einer der vielen Ecken des Zentrums treffen: sei es bei einem gemeinsamen Getränk an der Verfüg-Bar, beim Sonne tanken und Kaffeetrinken im Garten oder in der Galerie der Überfülle, in der die Besucher*innen visuelle oder akustische Eindrücke vom Festival bekommen können – ob allein oder im Pop Quiz mit anderen.  In der Lecture Lounge finden die Angebote fürs Fachpublikum statt und auch das Berlin Diagonale Show Camp öffnet hier seine Türen. Einmal an jedem Abend betreten Künstler*innen die Off-Stage und lesen, singen, performen kleine, feine Late-Night-Programme. Anschließend wird auf dem Diversity Dance Floor der Morgensonne entgegen getanzt.

Doch das Festivalzentrum bleibt nicht allein – es ist bereits pluralisiert: Drei Dependancen eröffnen zeitgleich ihre Pforten in drei weiteren Bezirken: Das aquarium am Kottbusser Tor, das Platzhaus auf dem Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg und das Allmende-Kontor, ein Gemeinschafts-Gardening-Projekt auf dem Tempelhofer Feld.

Mehr über das aquarium
Mehr über das Platzhaus
Mehr über Allmende-Kontor

An Knotenpunkten in Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Neukölln stehen diese Räume den Besucher*innen tagsüber offen. Dort werden sie von Mitarbeiter*innen des Festivals darüber informiert, was in den jeweiligen Kiezen und im Rahmen des Festivals zu sehen ist. Darüber hinaus können sie dort auch einfach die Atmosphäre genießen, sich zurücklehnen und untereinander austauschen: über Performance, Berlin, Veränderungen, Konstanten, Nischen, Plätze, Begrenzungen und Öffnungen.

Zusammen spiegeln das Zentrum und seine Dependancen, dass das Festival – wie auch Berlin – kein abgeschlossener Behälter ist, ja, nicht mal viele kleine abgeschlossene Behälter. Die Räume überlagern sich, und an einem Platz können die anderen genauso spürbar, sichtbar und hörbar sein. Aus diesem Gedanken heraus hat Philine Rinnert, Bühnenbildnerin und Regisseurin, einen Raum der Fiktionen geschaffen, der sich über die realen Orte – die Alte Münze, das Aquarium, das Platzhaus und das Allmende-Kontor – erstreckt, sich auf sie verteilt. Er selbst ist eine Mischung aus Theater- und Naturraum. Als wüsste er nichts von den Grenzen dazwischen. Oder als wolle er sie nicht akzeptieren. Oder: Als wären diese Grenzen selber wieder eigenständige Räume und zugleich das Verwischen dieser Eigenständigkeit. Also: Wie über Grenzen sprechen?

HOW TO SPEAK ABOUT BORDERS? 
HOW TO SPEAK ACROSS BORDERS?

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Öffnungszeiten Festivalzentrum & Dependancen

Alte Münze (Festivalzentrum)
Molkenmarkt 2, 10179 Berlin
U2/U5/U8 Alexanderplatz
Dienstag, 13. Juni: ab 19 Uhr
Mittwoch, 14. Juni bis Sonntag, 18. Juni: 10 Uhr bis open end

aquarium (Dependance in Kreuzberg/Kottbusser Tor)
Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin
U8/U1 Kottbusser Tor
Dienstag, 13. Juni bis Samstag, 17. Juni: 12 bis 20 Uhr

Allmende-Kontor (Dependance in Neukölln/Tempelhofer Feld)
Tempelhofer Feld, 12049 Berlin
U8 Leinestraße
Dienstag, 13. Juni bis Samstag, 17. Juni: 12 bis 20 Uhr

Platzhaus (Dependance in Prenzlauer Berg/Helmholtzplatz)
Helmholtzplatz 0, 10437 Berlin
U2 Eberswalder Straße, S Prenzlauer Allee
Dienstag, 13. Juni bis Samstag, 17. Juni: 12 bis 20 Uhr

Das Festivalzentrum Alte Münze