Festival

Seit 2016 bildet das PAF – Performing Arts Festival Berlin die Vielfalt der freien darstellenden Künste Berlins an zahlreichen Bühnen und Spielorten in der gesamten Stadt ab. Es wird vom LAFT – Landesverband freie darstellende Künste Berlin veranstaltet und ist der Nachfolger des Freie Szene Festivals „100° Berlin“.

Im jährlichen Rhythmus präsentiert das PAF die Arbeiten und künstlerischen Positionen von Berliner Künstler:innen und Gruppen aller Genres. Das stadtweite und simultan an zahlreichen Bühnen und Spielorten stattfindende Festival verleiht den in der Freien Szene entwickelten künstlerischen Positionen jenseits der Stadt- und Staatstheater damit eine größere Sichtbarkeit und vermittelt ihre Vielfalt und Diversität an eine breite Öffentlichkeit.

Das Festivalprogramm richtet sich dabei sowohl an das Berliner Publikum, als auch bundesweit und international an Interessierte und Fachleute. Begleitet wird der Spielplan durch ein vielfältiges Rahmenprogramm sowie durch spezielle Formate und Veranstaltungen für nationales und internationales Fachpublikum. 

Um beim Festival dabei sein zu, können sich professionelle Künstler:innen, Gruppen und Spielstätten mit ihren Beiträgen und künstlerischen Arbeiten auf Open Calls hin melden. Mit Beiträgen aus den Genres Performance, Tanz, Musiktheater, Figuren- und Objekttheater, Zeitgenössischem Zirkus sowie Kinder- und Jugendtheater und vielem mehr zeigt das PAF jährlich die gesamte Vielfalt und Schaffenskraft der Freien Szene. Darüber hinaus haben Nachwuchskünstler:innen die Möglichkeit, ihre Arbeit bei der kuratierten Newcomerplattform „Introducing...“ vorzustellen. Die jährliche Auswahl aus zahlreichen Einreichungen wird gemeinsam mit den vier kooperierenden Spielstätten Ballhaus Ost, HAU Hebbel am Ufer, Sophiensæle und TD Berlin getroffen.

Seit seiner Gründung hat sich das Festival sowohl in nationalen als auch internationalen Zusammenhängen etabliert. Zunehmend erfolgen im Rahmen des Festivals Treffen von internationalen Netzwerken oder Initiativen: Im Jahr 2018 wurde u.a. mit zwölf beteiligten europäischen Ländern der europäische Dachverband EAIPA – European Association of Independent Performing Arts beim Festival gegründet. Darüber hinaus besteht eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Verbund der regionalen Festivals der Freien Szene und mit Festivals in Sofia und Prag. Insgesamt sind die Resonanz und Außenwirkung stark gestiegen, sowohl hinsichtlich der Medienlandschaft als auch im internationalen Kreis der Kurator:innen. Einen positiven Effekt hat auch die lokale Verortung des Festivals in den Berliner Kiezen bei Publikumsgruppen, denen die Performing Arts Szene bislang unbekannt war. 2020 fand die erste rein digitale und 2021 eine erste hybride (digital-analoge) Festivalausgabe statt. Hier wurde nicht nur thematisch auf die Covid-19-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die darstellenden Künste Bezug genommen – im kreativen Schaffensprozess entstanden zahlreiche neue Formen und Formate, die zukünftig auch weiterhin Bestandteil des Festivals sein werden.

Seit 2021 wird das Festival von einem mehrköpfigen Leitungsteam geplant, koordiniert und durchgeführt. Die teambasierte Arbeitsweise wird auch 2023 beibehalten und ausgearbeitet. Als Team wollen wir das Festival sowohl strukturell als auch inhaltlich für die Freie Szene Berlins fortentwickeln und ausbauen. Organisiert in fünf Arbeitsbereichen und einer teaminternen Koordinationsgruppe, wird das Team im Laufe des Jahres und angepasst an den verschiedenen Produktionsphasen von bis zu 25 Personen unterstützt und begleitet.